IngOhmes

fotografie & druckgrafik

OK
Text nach oben scrollen Text nach unten scrollen
Herzlich willkommen auf meiner Homepage!

Ausgelöst durch den Umzug (2011) meines Ateliers von Offenburg nach Freiburg in die Bettackerstraße, versuche ich nun „Ordnung“ zu schaffen. So entstand auch der Titel der Serie an der ich gerade arbeite: „in ordnung“. In den letzten Jahren habe ich mich verstärkt dem Medium Fotografie zugewandt. Aufnahmen, die unreflektiert in allen möglichen Ecken dieser Welt entstanden sind, werden mittels Ausschnittvergrößerung, Spiegelung, Drehung, Verzerrung zu einer Ordnung gezwungen, die meist vorher so nicht erkennbar war. Nach wie vor aber gehört meine „große Liebe“ der Druckgrafik. An dieser reizt mich vor allem der technische Teil, der meiner Experimentierfreude immer wieder neue Impulse gibt. Auch beim Kombinieren von Medien und Techniken versuche ich Wege zu gehen, die nicht von allen beschritten werden. In der Serie „ma(h)l zeit“ ( von ca. 2005 – 2011) vereinigen sich Lithografien von Pflanzen-Querschnitten – die so angeordnet sind, dass die Anfangsbuchstaben der Pflanzen den Satz „Unser taeglich Brot gib uns“ lesen lassen – mit Radierungen, die gedeckte Tische zeigen, und bearbeiteten Fotografien, die in alten Mühlen in Frankreich, Österreich und dem Baltikum aufgenommen wurden, zu einer Wandinstallation. Die Betrachtenden sollten sich „mal Zeit“ nehmen, um über die Hungersituation in der Welt nachzudenken.

Obwohl ich Personen in meinen Arbeiten nur selten darstelle, ist das Wesen „Mensch“ immer präsent. In der Serie „funkenflug“ (1995 – 2005) verarbeitete ich aus Stücken meiner eigenen Grafiken Collagen, die ich an Frauen verschiedenster Nationalitäten schickte, mit der Bitte, zu den Collagen einen kurzen Text, gelesen oder selbst erschaffen, in ihrer Handschrift zu schreiben. Den Text setzte ich mittels Lithografie zu den Collagen, so dass durch die Kombination ein neues Gesamtbild entstand. Worte und Texte beeinflussten meine künstlerische Arbeit von Anfang an. Nachdem ich die Technik des Buchdrucks erlernt hatte, entstanden Radierungen zu indianischen Gedichten (1988 -1993), die Gedichte wurde mittels hangesetztem Bleiletternsatz zu den Radierungen gedruckt. Auch hier steht wiederum der Mensch und sein Umgang mit der Natur im Fokus der Gedichte, die Danksagungen an den „Großen Geist“ und „Mutter Erde“ sind, aber auch Mahnungen an uns, diese Welt nicht zu zerstören und für folgende Generationen zu erhalten.
Nach diesem Überblick möchte ich dazu einladen, neben den Arbeiten aus den erwähnten Serien noch weitere zu betrachten.